Stand: 8. September 2026
Diese Datenschutzerklärung beschreibt, wie das Thunderbird-Add-on VFS-Provider: Google Drive mit Google-Nutzerdaten umgeht. Für den Besuch dieser Website gilt ergänzend die allgemeine Datenschutzerklärung von nc-connector.de/.
1. Verantwortlicher und Kontakt
Verantwortlicher ist Bastian Kleinschmidt. Die vollständige Anschrift und weitere Pflichtangaben finden Sie im Impressum. Datenschutzanfragen richten Sie bitte an info@nc-connector.de.
2. Grundprinzip und Nutzerentscheidung
Das Add-on startet weder bei der Installation noch beim Start von Thunderbird oder beim bloßen Öffnen seiner Einstellungen selbstständig eine Google-Autorisierung. Der Nutzer beginnt die Anmeldung ausdrücklich über „Konto hinzufügen“ und bestätigt den von Google angezeigten Zugriff.
Ein kompatibles Thunderbird-Add-on erhält erst Zugriff, nachdem der Nutzer im Verbindungsdialog den Namen und die Add-on-ID des anfragenden Clients geprüft, ein Google-Konto ausgewählt und die Verbindung freigegeben hat. Jede Verbindung ist an genau diesen lokalen VFS-Client und das gewählte Konto gebunden.
3. Angeforderter Google-Berechtigungsbereich
Der Provider fordert den eingeschränkten Google-OAuth-Bereich https://www.googleapis.com/auth/drive an. Dieser Bereich ermöglicht das Anzeigen und Verwalten der Google-Drive-Dateien und -Ordner des verbundenen Kontos. Er ist für einen vollständigen virtuellen Dateispeicher erforderlich, weil der Provider auch bereits vorhandene Inhalte in „Meine Ablage“, „Für mich freigegeben“ und geteilten Ablagen darstellen und vom Nutzer ausgelöste Dateioperationen ausführen muss. Der Bereich drive.file reicht dafür nicht aus.
4. Verarbeitete Google-Nutzerdaten
Abhängig von der verwendeten Funktion verarbeitet der Provider lokal folgende Daten:
- Google-Kontokennung, Anzeigename, E-Mail-Adresse und kontobezogene Berechtigungskennung;
- OAuth-Autorisierungscode, Access-Token, Refresh-Token, Ablaufzeit und die verwendete OAuth-Client-ID;
- Datei- und Ordnerkennungen, Namen, Typen, Größen, Zeitstempel, Hierarchie, Berechtigungsinformationen, Speicherplatzangaben, Angaben zu geteilten Ablagen und Änderungsmarken;
- Dateiinhalte, die auf ausdrückliche Anforderung gelesen, heruntergeladen, exportiert, neu hochgeladen oder ersetzt werden;
- VFS-Verbindungskennung, Kontozuordnung, Verbindungsname, Name und ID des anfragenden Add-ons sowie die freigegebenen Fähigkeiten;
- lokale Einstellungen, insbesondere Exportformate und der Status der Diagnoseprotokollierung.
Der Provider fordert keinen Zugriff auf Thunderbird-Nachrichten, Adressbücher, Kalender, Browserchronik oder Passwörter an.
5. Zwecke der Verarbeitung
- Google-Konten verbinden und OAuth-Zugriffstoken erneuern oder widerrufen;
- Drive-Dateien und -Ordner im VFS anzeigen;
- vom Nutzer oder einem autorisierten VFS-Client angeforderte Datei- und Ordneroperationen ausführen;
- Google-Workspace-Dateien in das ausgewählte Ausgabeformat exportieren;
- Speicherplatz und Änderungen in verbundenen Drives ermitteln;
- lokale, einzeln widerrufbare VFS-Verbindungen verwalten;
- Fehler lokal und datensparsam diagnostizieren.
6. Datenübertragung und Empfänger
Der Provider kommuniziert unmittelbar über HTTPS mit den Diensten von Google:
accounts.google.comzeigt Anmeldung und Einwilligungsdialog an;oauth2.googleapis.comtauscht OAuth-Codes und -Token aus, erneuert Token und nimmt Widerrufe entgegen;www.googleapis.comstellt Google Drive API, Downloads, Exporte und Uploads bereit.
Es gibt keinen vom Herausgeber betriebenen Zwischenserver für Google-Nutzerdaten. Der Herausgeber erhält über den normalen Betrieb des Add-ons weder Drive-Inhalte noch OAuth-Token.
Nach einer ausdrücklichen VFS-Freigabe kann das dabei benannte lokale Consumer-Add-on die erlaubten Drive-Operationen anfordern. Gelesene Inhalte und Metadaten werden lokal an diesen Consumer zurückgegeben; von ihm bereitgestellte Upload-Inhalte werden direkt an Google Drive übertragen. Consumer-Add-ons sind eigenständige Produkte und können eigene Datenschutzhinweise besitzen. Nutzer sollten nur Add-ons verbinden, denen sie vertrauen.
Google verarbeitet die für OAuth und Drive-Anfragen erforderlichen Daten nach den Bedingungen des jeweiligen Google-Kontos und den Datenschutzbestimmungen von Google.
7. Lokale Speicherung und Speicherdauer
- Kontokennung, Anzeigename, E-Mail-Adresse, Kontostatus, OAuth-Client-ID und Refresh-Token werden im lokalen Erweiterungsspeicher des Thunderbird-Profils gespeichert.
- VFS-Kontozuordnungen, Verbindungsdatensätze, Drive-Änderungsmarken und Provider-Einstellungen werden ebenfalls lokal gespeichert.
- Kurzlebige Access-Token und noch nicht abgeschlossene OAuth-Transaktionen liegen im Sitzungsspeicher.
- Dateiinhalte werden für die jeweilige Operation im Arbeitsspeicher übertragen und vom Provider nicht absichtlich als lokale Datei zwischengespeichert.
Lokale Datensätze bleiben bestehen, bis das betreffende Konto, die VFS-Verbindung oder das Add-on entfernt wird. Sicherungen des Thunderbird-Profils können ältere Kopien enthalten. Der Nutzer oder Administrator ist für den Schutz des Geräts und der Profilsicherungen verantwortlich.
8. Änderungserkennung
Für Konten mit aktiven VFS-Verbindungen fragt der Provider in einem regelmäßigen Intervall von fünf Minuten die Google-Drive-Änderungsprotokolle ab. Dabei werden die erforderlichen Konto-, Drive- und Änderungskennungen an Google übertragen. Bei erkannten Änderungen erhalten die jeweils autorisierten lokalen Consumer eine Aktualisierungsmeldung; Dateiinhalte werden dadurch nicht an einen Dienst des Herausgebers gesendet.
9. Widerruf und Löschung
Eine einzelne VFS-Verbindung kann in den Provider-Einstellungen widerrufen werden. Dadurch verliert nur das betreffende Consumer-Add-on den lokalen Zugriff; das Google-Konto und die Dateien in Google Drive bleiben bestehen.
Ein Google-Konto kann entfernt werden, sobald keine VFS-Verbindung mehr daran gebunden ist. Der Provider versucht dabei, die Google-Autorisierung zu widerrufen, und entfernt anschließend die lokalen Kontodaten. Schlägt der Online-Widerruf fehl, weist das Add-on darauf hin; der Zugriff kann zusätzlich unter Verbindungen des Google-Kontos entfernt werden.
Eine über VFS ausgelöste Löschoperation verschiebt das ausgewählte Element in den wiederherstellbaren Google-Drive-Papierkorb. Der Provider löscht keine Drive-Inhalte endgültig. Für Aufbewahrung, Wiederherstellung und endgültige Löschung gelten die Regeln von Google Drive.
10. Diagnoseprotokollierung
Die erweiterte Diagnoseprotokollierung ist standardmäßig ausgeschaltet. Nach manueller Aktivierung schreibt der Provider Ablaufphasen, Statuswerte und stabile Fehlerkategorien in die lokale Entwicklerkonsole von Thunderbird. Eigene Logeinträge schließen Token, Autorisierungscodes, Konto- und Speicherkennungen, Namen, Pfade, E-Mail-Adressen, Anfrage-URLs, Anfrageinhalte, Dateiinhalte und freie Fehlermeldungstexte aus.
Vor dem Weitergeben eines Diagnoseprotokolls sollte es dennoch auf Angaben geprüft werden, die Thunderbird, Google, ein Consumer-Add-on oder eine andere Komponente geschrieben haben könnte. Vertrauliche Daten gehören weder in öffentliche Tickets noch in Screenshots.
11. Werbung, Analyse und Weiterverkauf
Google-Nutzerdaten werden nicht verkauft, nicht für Werbung verwendet und nicht für Bonitätsprüfung oder Profilbildung eingesetzt. Das Add-on enthält keine Telemetrie, keine externen Analysedienste und keine verdeckte Fernübertragung von Diagnosedaten.
12. Google API Services User Data Policy
Die Nutzung und Übertragung von Informationen, die der Provider über Google APIs erhält, erfolgt in Übereinstimmung mit der Google API Services User Data Policy, einschließlich der dort beschriebenen Limited-Use-Anforderungen.
13. Sicherheit
OAuth verwendet den Authorization-Code-Ablauf mit PKCE und benötigt kein im Add-on gespeichertes Client-Secret. Netzwerkzugriffe erfolgen über HTTPS und die Host-Berechtigungen sind auf Googles OAuth- und Drive-Dienste begrenzt. Der ausgelieferte Programmcode ist im Paket enthalten; das Add-on lädt keinen Programmcode zur Ausführung nach.
Refresh-Token liegen im Thunderbird-Profil und nicht in einem gesonderten Betriebssystem-Tresor. Gerätezugriff, Betriebssystemkonto und Profilsicherungen müssen daher angemessen geschützt werden.
14. Rechtsgrundlagen und Betroffenenrechte
Soweit der Herausgeber im Rahmen von Support, Sicherheitsmeldungen oder der Bereitstellung des Add-ons selbst personenbezogene Daten verarbeitet, erfolgt dies je nach Anlass zur Durchführung vorvertraglicher oder vertraglicher Maßnahmen (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO), zur Erfüllung rechtlicher Pflichten (Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO) oder aufgrund berechtigter Interessen an sicherem und zuverlässigem Betrieb (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Die Verarbeitung der Drive-Daten durch das lokal installierte Add-on wird vom Nutzer durch die konkrete Autorisierung und Bedienhandlung gesteuert.
Betroffene Personen haben im Rahmen der gesetzlichen Voraussetzungen insbesondere Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch sowie das Recht auf Beschwerde bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde. Da der Herausgeber im normalen Add-on-Betrieb keine Drive-Inhalte oder Token erhält, können entsprechende Drive-Daten regelmäßig nur lokal im Thunderbird-Profil beziehungsweise direkt im Google-Konto verwaltet werden.
15. Änderungen dieser Erklärung
Ändert sich die Datenverarbeitung wesentlich, wird diese Erklärung vor Veröffentlichung der betreffenden Version aktualisiert. Die Produktseite verweist stets auf die für das Add-on vorgesehene Fassung.